Published: December 7, 2018 - 11:02

3 IT-Trends im Gesundheitswesen

Das Gesundheitswesen wird zunehmend von der Digitalisierung beeinflusst. Neue Produkte oder Services halten Einzug in den klinischen Arbeitsalltag oder stehen als Apps für Patienten zur Verfügung. Dr. Adolf Sonnleitner von Mindbreeze beleuchtet drei Entwicklungen, mit denen sich die Branche im Jahr 2019 verstärkt befassen wird.

 

1. Methoden der „Künstlichen Intelligenz“ ziehen als Assistenzsysteme in die Medizin ein

 

Vor allem der Bereich Bild- und Mustererkennung wird in Zukunft wertvolle Unterstützung im Diagnostikprozess liefern. Dabei gibt es drei verschiedene Fachrichtungen, die besonders davon profitieren können.

  • Radiologie:

Mittels intelligenten Algorithmen können Schichtbilder (wie bspw. CT, MRT) automatisiert mit bekannten Bildern abgeglichen und damit rascher pathologische Strukturen erkannt werden.

  • Pathologie:

In klar definierten Bereichen, wie etwa Prostatakarzinomen können Biopsie Präparate analysiert und sofort proaktiv auf verdächtige Veränderungen hingewiesen werden. Dadurch kann die Arbeit der stetig sinkenden Anzahl der Pathologen um ein Vielfaches effizienter gestaltet werden.

  • Dermatologie:

Bilderkennungsverfahren sind mittlerweile so weit fortgeschritten, dass sie dem menschlichen Vergleich standhalten und stellen damit eine wertvolle Unterstützung für die praktizierenden Dermatologen dar.

 

2. Das Smartphone dient als Zugang zu medizinischen Leistungen

Das Smartphone als täglicher Begleiter ist heute auch die erste Informationsquelle über Krankheiten. Im klinischen Umfeld wird das Smartphone bald auch als Zugang zu medizinischen Services dienen, die Telekonsultationen oder Zweitmeinungen bei bekannten medizinischen Problemen anbieten.

Befundungsdienste bieten Interpretationen von Labor- und Radiologieberichten an und geben Tipps für die weitere Vorgangsweise bei bekannten Erkrankungen.

 

3. Cloud-Services etablieren sich in der Medizin

Neben Daten aus Smartphones und Fitness-Trackern, die in den dazugehörigen Cloudspeichern der Anbieterfirmen landen werden zunehmend Services angeboten, die medizinische Daten analysieren, vergleichen und interpretieren. Dem Nutzer steht hier allerdings das Risiko der Datenverwertung für kommerzielle Zwecke entgegen. Gesetzliche Regelungen ver- oder behindern derzeit noch die breite Anwendung von Cloud-Diensten für klinische Daten, jedoch werden diese vor allem im privaten Bereich oft umgangen.