Published: January 14, 2016 - 15:20

Mindbreeze: Das sind die Healthcare Trends 2016

Die Digitalisierung von Dokumenten in Unternehmen hält auch im Jahr 2016 an und nimmt durch den Beschluss des eHealth-Gesetzes im Gesundheitswesen weiter an Fahrt auf. Doch wie schlagen Kliniken Kapital aus den stark anwachsenden Datenbergen? Mindbreeze fasst die Big Data Trends 2016 im Healthcare-Sektor zusammen.

Personalisierte Medizin

Voraussetzung für die personalisierte Behandlung sind eine umfassende Sicht auf den aktuellen Patienten, sowie ein ganzheitlicher Überblick über vergangene Behandlungen mit ähnlichen Profilen.

Dadurch löst man mehrere Herausforderungen, die in den vergangenen Jahren aufgrund der Anhäufung digitaler Daten entstanden sind: Zum einen sparen Ärzte und Pflegekräfte Zeit, da die Daten nicht mehr aus vielen unterschiedlichen Quellen zusammengesucht werden müssen: Sie sehen alle benötigten Informationen übersichtlich auf einen Blick. Dadurch entfällt das wiederholte Erheben von (eigentlich bekannten) Patientendaten, das in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient oft zu Irritationen führt.

Zum anderen kann jede Therapie und Diagnostik individuell auf den Patienten abgestimmt werden, da die wesentlichen Informationen rasch verfügbar sind.

BIG DATA: Datenschutz im Fokus

Die Verwertung klinischer Daten, die sich in den vergangenen Jahren in Krankenhäusern und Arztpraxen angesammelt haben, bietet Chancen und Risiken: Patientendaten sind sensible Daten und daher (auch gesetzlich) besonderem Schutz unterworfen. Doch der Datenschutz konnte mit der raschen Entwicklung der Digitalisierung in den vergangenen Jahren nicht immer Schritt halten. Durchgängige Sicherheitsmodelle, die für die Betroffenen transparent darstellen, wer wann welche Daten verwendet hat, werden in den Vordergrund treten. Das bietet europäischen Anbietern, die den Schwerpunkt auf Sicherheit legen, die Chance, sich Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Frühwarnsysteme zur Verminderung von Risiken

Das Risiko einer nicht adäquaten Behandlung entsteht nicht nur durch Fehldiagnosen, sondern auch durch das Fehlen durchgängiger Informationen, insbesondere bei Schnittstellen zwischen Abteilungen (OP – Aufwachraum – Station) oder beteiligten Personen (Verordnung von Medikamenten – Vorbereitung – Medikamentengabe). Neben Critical Incident Reporting Systemen (CIRS), die in der Luftfahrt Standard sind, werden jene Systeme zum Thema, die den Arzt frühzeitig „warnen“ wenn Allergien oder Unverträglichkeiten, aber auch kritische Laborwerte oder Erregernachweise vorliegen oder Prozessketten mangelhafte Schnittstellen bei der Übergabe von Informationen aufzeigen.