Published: April 2, 2020 - 14:17

Dynamisches Duo: künstliche Intelligenz und Augmented Reality

Stellen Sie sich vor, Sie gehen zum ersten Mal in einen unbekannten Supermarkt. Wenn Sie eine Person sind, die sehen kann, können Sie sich einfach umschauen, um sich zu orientieren und Objekte und Hindernisse zu identifizieren. Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung müssen jedoch andere Sinne einsetzen, um ihren Weg durch den neuen Raum zu finden.

Was nun aber wenn die Objekte im Raum mit ihnen kommunizieren könnten und ihnen damit eine gewisse Navigationshilfe bereitstellen?

Die Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz (KI) und Augmented Reality (AR) sind heute bereits so groß, dass es beispielsweise möglich ist Objekten eine „Stimme“ zu geben. Mittels einer AR-Brille in Echtzeit aufgezeichnete Video- und Filmaufnahmen können auf diese Weise akustisch übersetzt und damit sehbeeinträchtigen Mitmenschen den Weg durch unbekannte Räume zu erleichtert werden.

Was ist AR?

Wie die englische Bezeichnung schon vermuten lässt, geht es bei Augmented Reality (AR) um das Erweitern der realen Welt um zusätzliche virtuelle Inhalte. Auf diese Weise können Informationen intelligent gesammelt und visualisiert oder wie in oben genanntem Beispiel in Ton überführt werden. So lassen sich Ton, Text, Grafiken, Bilder oder auch Videos mit der realen Welt überlagern, sodass Nutzer tatsächliche oder virtuelle Objekte hören bzw. vor ihren Augen sehen und auch mit ihnen interagieren können.

Die Vorteile dieser Technologien bieten aber auch für zahlreiche weitere Bereiche Anknüpfungspunkte. Ausgehend vom Wettbewerbsdruck, der in den meisten Branchen herrscht und von den hohen Qualitätsanforderungen der Kunden, setzen auch Unternehmen zunehmend auf AR, um ihre wirtschaftlichen Ziele zu erreichen bzw. ihre Wettbewerbsposition zu verbessern. Egal ob Logistik, Produktion oder Kundenservice: AR kommt in vielen Anwendungsbereichen zum Einsatz und eröffnet Fachkräften in zahlreichen Branchen neue Möglichkeiten. Mitarbeiter im Bereich Instandhaltung visualisieren Maschinen und optimieren dadurch Reparaturen, Lagerlogistiker kommissionieren mit Pick-By-Vision, Chirurgen operieren mit der AR-Brille und im Marketing könnten sich neue Werbeformen auf Basis der Technologie etablieren.

Vernetzung der Daten als Grundlage von AR

Um die Realität in eine High-Tech-Welt upzugraden, ist natürlich eine entsprechende Datenbasis und Rechenleistung erforderlich. Die unterschiedlichen Informationen dafür sind in der Regel bereits im Unternehmen vorhanden, liegen jedoch meist verstreut in den verschiedensten Datenquellen und Formaten vor. Da Mobile Devices wie AR-Brillen oder Smartphones bislang nicht in der Lage sind, diese Daten adäquat aufzubereiten, bedarf es intelligenter Technologien kombiniert mit Rechenpower, die jene für AR benötigten Daten, zur richtigen Zeit im richtigen Kontext dem User zur Verfügung stellt.

Hier kommen Insight Engines ins Spiel. Sie ermöglichen eine schnelle und effiziente Verarbeitung und Verwaltung der vorhandenen Datenmenge, während Mobile Devices wie Smart Glasses oder Smartphones als Visualisierungs- und Interaktionstool dienen.

Insight Engines bereiten die Daten für AR auf

Insight Engines nutzen, anders als klassische Suchlösungen, künstliche Intelligenz um effizienter agieren zu können.

Methoden wie Machine und Deep Learning sowie Spracherkennung, sorgen dafür, dass relevante Informationen und Inhalte nicht nur gefunden, sondern auch proaktiv und im richtigen Kontext bereitgestellt werden. Für AR-Devices steht damit die gerade nötige Datenbasis zur Verfügung, um die Art und Weise wie wir spielen lernen und vor allem auch zu arbeiten nachhaltig zu verändern.

 

Haben Sie schon überlegt, wo künstliche Intelligenz in Ihrem Unternehmen eingesetzt werden könnte? Möglicherweise können die praktischen Tipps in unserem KI-Leitfaden für Unternehmen Ihnen wertvolle Anregungen geben:

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