Gesundheitswesen

Die Grundvoraussetzung für intakte Gesundheitsorganisationen sind die richtigen Information zum richtigen Zeitpunkt. Doch aufgrund der rasant steigend Datenmengen gestaltet sich das immer schwieriger.
Die Digitalisierung von Dokumenten in Unternehmen hält auch im Jahr 2016 an und nimmt durch den Beschluss des eHealth-Gesetzes im Gesundheitswesen weiter an Fahrt auf. Doch wie schlagen Kliniken Kapital aus den stark anwachsenden Datenbergen? Mindbreeze fasst die Big Data Trends 2016 im Healthcare-Sektor zusammen.
Ärzte und Pflegekräfte haben in den letzten Jahren sehr viel Zeit damit verbracht, klinische Ergebnisse und Daten in IT-Systemen zu erfassen.
Oberarzt Mayer erinnert sich noch gut an diesen Fall: Diabetiker, Hüftprothese, Revision, Sepsis ... Aber jetzt, vor seinen neuen Assistenzärzten, die die Geschichte nicht kennen, fällt ihm der Name des Patienten nicht mehr ein, geschweige denn eine Aufnahmezahl (AZ). Und ohne Patientennamen oder AZ lassen sich einem KIS keine Daten entlocken.
Assistenzarzt Dr. Schneider hat nach einem langen OP-Tag wieder einmal Lust, seine bisherigen Operationen aufzulisten, um einen Überblick seiner bisherigen Ausbildung zu haben.
Ein Forscherteam am Institute of Technology der Universität of Ontario arbeitet derzeit an einer Software, die Ärzten bei der Betreuung von Frühgeborenen helfen soll. Über dieses interessante Projekt schreibt Viktor Mayer-Schönberger in seinem Buch "Big Data. Die Revolution, die unser Leben verändern wird".
Der Lebenszyklus von komplexen Krankenhausinformationssystemen hat sich zwar verlängert, dennoch führen Migrations- und Upgrade-Szenarien immer wieder zu hohen Aufwänden für Hardwarebeschaffung und Softwarelizenzen. Daneben fallen organisatorische Maßnahmen (Schulungen, Abstimmungen für Customizing neuer Anwendungen) an, die den Routinebetrieb hemmen.
Nicht nur die Patienten leiden an ihren Krankheiten, sondern auch die Krankenhäuser. Und zwar an den großen Datenmengen, die sie tagtäglich überfluten. Jeder einzelne Arbeitsschritt bei Patienten produziert Daten, die effizient verarbeitet werden müssen.
Im März traf sich die IT-Branche in Hannover zur CeBIT unter dem Leitthema „Datability“. Die Veranstalter verknüpfen damit vor allem die Aspekte "Sustainability", also die Nachhaltigkeit, aber auch "Responsibility", sprich der verantwortungsvolle Umgang mit den Daten, und kommen so auf folgende Definition von Datability: "Die Fähigkeit, große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen".
Die Welt ist vernetzt: Informationen werden über E-Mail versandt, auf Laufwerken zur Verfügung gestellt, im Internet recherchiert, geteilt oder gespeichert. Warum sollte nicht auch der Gesundheitsbereich von den heutigen Möglichkeiten profitieren und die vorhandenen Daten besser nutzen um daraus seine Vorteile ziehen?
In Österreich startete die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) mit 1. Januar 2014. Der Patient im Zentrum: Aber wie könnte sich das Thema in Zukunft weiterentwickeln, wenn man aktuelle Entwicklungen im Bereich Big Data und Datenanalyse miteinbezieht?

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