Published: November 27, 2015 - 11:00

Semantische Volltextsuche in Krankengeschichten

Ärzte und Pflegekräfte haben in den letzten Jahren sehr viel Zeit damit verbracht, klinische Ergebnisse und Daten in IT-Systemen zu erfassen.

 

Suchen in riesigen Datenmengen

Ein durchschnittliches Krankenhaus erzeugt pro Jahr mindestens 100.000 Texte, wie Arztbriefe, Pflegedokumentation, Befunde und vieles mehr.

 

Umso frustrierter sind diese Berufsgruppen, wenn sie versuchen, aus diesen enormen Datenmengen für sie relevante Ergebnisse abzurufen. Oft muss die interne IT-Abteilung mit diesen Aufgaben betraut werden, was vielfach die ursprünglich einfache Frage zu einem Projekt aufbläht. Neben der Menge der Daten schafft auch die Verteilung auf verschiedene Systeme Probleme: Informationen aus Befunden lassen sich nur schwer mit Pflegedokumentation oder ambulanten Verlaufsdokumenten verknüpfen.

 

Der Einsatz spezialisierter Enterprise Search Produkte für das klinische Umfeld schafft die Integration unterschiedlicher Datenquellen, die dann im Recherchepool zur Verfügung stehen. So kann etwa ein Arzt mit bestimmten Mustern von Diagnosen / Leistungen / Therapien / Medikationen spezifische Patientenkollektive herausfiltern und einer eingehenderen Analyse zuführen. Neben der Trefferliste der Dokumente wird auch der Suchbegriff im entsprechenden Kontext als Vorschau angezeigt. Vorher definierte Datenelemente wie Alter, Medikamente, Diagnosen und Leistungen werden in einer Filterliste mit der Anzahl der jeweiligen Treffer dargestellt. Damit wird rasch visualisiert, wie etwa die Altersgruppen bei bestimmten Eingriffen verteilt sind und welche Risikofaktoren bei diesen Patienten dokumentiert sind.

 

Datenschutz?

Derart umfangreiche Recherchen sind natürlich nur unter klar definierten Bedingungen möglich, die einerseits durch Vorgaben der jeweiligen Datenschutzverantwortlichen und andererseits durch Personalvertreter definiert werden. Vor allem mitarbeiterbezogene Abfragen sind nur entsprechend eingeschränkt erlaubt. Durch die transparente Protokollierung aller Suchabfragen und Dokumentensichtungen kann in Kombination mit der bestehenden Berechtigungsstruktur (jeder Nutzer findet nur das, was er auch im Quellsystem sehen darf) die Umsetzung einer unternehmensweiten Suchlösung im Einklang mit dem Datenschutz ermöglicht werdeen.