„Welche Operationen habe ich seit Beginn meiner Ausbildung schon gemacht?“

Assistenzarzt Dr. Schneider hat nach einem langen OP-Tag wieder einmal Lust, seine bisherigen Operationen aufzulisten, um einen Überblick seiner bisherigen Ausbildung zu haben. Er erinnert sich an die letzte Anfrage in der IT-Abteilung – das hatte doch etwas länger gedauert als erwartet. Dabei wäre die Aufgabe doch relativ einfach: Suche alle OP-Berichte, in denen der Name „Schneider“ im Feld „Operateur“ oder „1. Assistenz“ steht!

 

Jaja, es gibt da nicht abgeschlossene OP-Berichte, korrigierte OP-Berichte und OP-Berichte mit Mehrfacheingriffen, wo die Rolle wechselt. Also doch kompliziert. Er wollte sich eigentlich nicht mit den organisatorischen Schwächen seiner Abteilung auseinandersetzen, sondern eigentlich nur seine OP’s auflisten. Obwohl, schön wär’s schon, könnte man auch die Operationen gruppieren und vielleicht auch das Alter der Patienten dazu auflisten.

 

Von der IT-Abteilung erfährt er jetzt, dass ein neues Suchsystem installiert wurde, das er selbst bedienen kann. Wie bitte? Selber programmieren? Nach Öffnen des Links findet sich Dr. Schneider auf einer neuen Intranetseite wieder, die sehr unspektakulär aussieht und eher an die Suche im Internet erinnert. Nach Eingabe seines Namens erscheinen jetzt nicht nur alle Dokumente, die er bisher erstellt hat, sondern auch Patienten namens „Schneider“. Aber neben den Suchtreffern findet sich ein Reiter mit den Dokumententypen. Also, OP-Briefe ankreuzeln, Entlassungsbriefe, Ambulanzbriefe und alles andere weg! Und siehe da, alle seinen OP-Berichte werden aufgelistet und die Patienten nach Alter gruppiert: aha, doch schon über 20 Kinder operiert. Das ging ja einfach, aber wie geht’s weiter? Auskunft der IT-Abteilung: „Suche speichern, dann finden Sie die Liste auch in 3 Monaten wieder oder Suchtreffer exportieren.“ OK, mit Excel kann er umgehen.

 

Mindbreeze heißt das System, und es ist keine neue Programmiersprache für Ärzte.