Was Unternehmen von Arbeitnehmern in Zukunft erwarten

Die europäische Wirtschaft befindet sich im Wandel, oder wie Tim Cole in seinem neuen Buch „Digitale Transformation“ (erschienen im Verlag Franz Vahlen, München 2015) einleitend beschreibt: „Im 19. Jahrhundert waren es Dampfmaschinen, die die Welt veränderten und den Übergang von der Agrarwirtschaft zur Industriegesellschaft auslösten. Heute ist die digitale Vernetzung dabei, ähnlich tiefgreifende Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft anzustoßen.“

Digitalisierung, Vernetzung, Industrie 4.0 – Begriffe, die täglich in Medien, Analysen oder Studien vorkommen. Bei all diesen neuen Herausforderungen für Unternehmen stellt sich zwangsläufig die Frage: Welche Arbeitnehmer braucht es in Zukunft, um wettbewerbsfähig zu bleiben, bei den sich laufend ändernden Rahmenbedingungen?

Welche Skills Arbeitnehmer in Zukunft mitbringen sollen, vermittelt eine Studie von Bitkom Research im Auftrag des Karrierenetzwerks LinkedIn. So werden (Daten-)Analyse- und Interpretationsfähigkeiten, Programmierung und allgemeine Digitalkompetenz an Bedeutung gewinnen. Aber auch „Soft Skills“, wie bereichsübergreifende und interkulturelle Kompetenzen oder Unternehmergeist werden in Zukunft häufiger abgefragt werden. Kurz zusammengefasst: technikaffine Personen mit hoher Sozialkompetenz und wirtschaftlichem Verständnis. Klingt beinahe, als müsste in Zukunft jeder Mitarbeiter Programmierkenntnisse vorweisen können. Initiativen dazu gibt es ja bereits, wie das Thema Programmieren als Schulfach. Alternativ wird aber Software so intuitiv werden, dass keine tiefgreifenden Kenntnisse von Nöten sind. Moderne Wissensmanagement-Systeme, basierend auf Enterprise Search Technologien wie Mindbreeze InSpire, verfügen über ein Baukastensystem, mit dem einfach Abfragen oder Auswertungen selbst und personalisiert erstellt werden können (WYSIWYG Editoren bzw. „visuelle Programmierung“).

Genau diese Einfachheit und Agilität erwarten sich Digital Natives von Unternehmen und erzwingen ein Umdenken, denn sie wollen selbstbestimmt und flexibel arbeiten, sich persönlich entfalten und stehen Entscheidungen kritisch gegenüber. Sie haben keine Lust, zwei Wochen auf eine Auswertung zu warten, wenn diese jetzt für das Weiterkommen benötigt wird. Digital Natives erwarten heute von ihrem Unternehmen Werkzeuge, die bürokratische Hürden verhindern und den Arbeitsfluss effektiv unterstützen. Enterprise Search-Werkzeuge für leichtgewichtiges und gleichzeitig effizientes Wissensmanagement gehören zu dieser Klasse von modernen Werkzeugen mit dem klaren Ziel, den Anwender effizient bei seinem Informationsbedarf zu unterstützen und die tägliche Arbeit zu erleichtern. Der Anwender nutzt Mindbreeze InSpire flexibel entsprechend seinen Präferenzen, als internes Recherchetool (Suchfeld/Suchergebnis), als Information-Hub (aggregiertes Wissen aus vielen Datenquellen) oder für Analysen (Reports, Fachauswertungen, Search-driven BI).

Die Stärken von Wissensmanagement zum Vorteil nutzen

Die Mehrzahl der befragten Manager geht davon aus, dass auch in Zukunft Wissensmanagement eines der wichtigsten Themen für Fachkräfte ist. Bereits heute ist Wissensmanagement oft ein Top-Agendapunkt in Unternehmen, um mit dem selbst generierten Wissen effizient umzugehen und es zum eigenen Vorteil zu nutzen. Hinzu kommt noch der Faktor Mensch, der auf das Wissensmanagement einwirkt, nämlich durch den demografischen Wandel. Erfahrene Arbeitnehmer verfügen über enormes Wissen, das oft nur partiell digital „archiviert“ ist (explizit gemacht wurde), denn viele Lösungswege entstehen ad-hoc aus der Situation heraus. Dazu kommt der häufigere Wechsel der Arbeitsstelle, der die Weitergabe von Wissen erschwert. Mit effizienten Werkzeugen und richtigen Maßnahmen kann Wissensmanagement bei der Vermittlung von Wissen unterstützen, denn immer mehr Informationen liegen bereits digital vor. Enterprise Search-Lösungen beispielsweise stellen das Wissen übersichtlich und strukturiert da und sorgen dafür, dass auch neue Mitarbeiter sofort einen ersten Überblick erhalten. Verabschiedet sich ein Arbeitnehmer in den Ruhestand, kann dadurch das Unternehmen noch von seinem Wissen und seinen Erfahrungen profitieren. Die einzige Voraussetzung dafür: die digitale Speicherung. Es reicht nicht, sein Wissen nur verbal weiterzugeben. Wo und wie die Information gespeichert wird, spielt dabei keine Rolle. Enterprise Search-Systeme durchsuchen alle angebundenen Datenquellen und sind dabei in der Lage, sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten zu finden und zu analysieren. Der Vorteil könnte für das Unternehmen größer nicht sein.

So sind junge Mitarbeiter in der Lage, von Erfahrung zu profitieren und auf Erfahrungswerte zurückzugreifen. Im Gegenzug profitieren erfahrene Mitarbeiter vom Wissen junger Personen, beispielsweise über neue Trends, neue Technologien usw. Ein beidseitiger Austausch von Wissen erfolgt und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens steigt.

Fazit

Mitarbeiter bleiben nicht mehr ihr ganzes Leben im Unternehmen. Durch Digitalisierung und Wissensmanagement bleibt das Know-how trotzdem im Unternehmen erhalten. Eine Frage sollte bei aller Digitalisierung jedoch nicht vernachlässig werden: Passt dieser Arbeitnehmer mit all seinen Fähigkeiten und Kenntnissen auch zur Corporate Culture? Auch weiterhin wird es meiner Meinung nach Entscheidungen basierend auf dem Bauchgefühl geben und nicht nur reine objektive Entscheidungen basierend auf Fakten. Eine menschliche Stärke oder Schwäche?