Published: April 1, 2014 - 08:00

Vernetzung von Gesundheitsdaten

In Zeiten von Datenflut und einem Informationsüberangebot dringend notwendig oder doch zu gefährlich?


Wir werden zum gläsernen Patienten, wenn alles gespeichert wird! Skepsis und Unbehagen machen sich bei dem Gedanken breit, besonders wenn es um sehr persönliche Daten geht.


In Österreich startete die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) mit 1. Januar 2014. Vorerst werden darauf noch keine Daten gespeichert, dies ist erst mit dem Jahr 2015 geplant. Die Patienten können sich auf einen Wunsch hin auch wieder von der ELGA abmelden. ELGA erscheint vielen Österreicherinnen und Österreichern aber der richtige Weg zu sein, denn nur sehr wenige meldeten sich in den ersten Monaten ab.
Der Patient im Zentrum: Also wie könnte sich das Thema in Zukunft weiterentwickeln, wenn man aktuelle Entwicklungen im Bereich Big Data und Datenanalyse miteinbezieht?


Wäre es nicht bequemer einfach zum Arzt zu gehen, ohne Papierberge an Unterlagen mitzunehmen, besonders wenn man unterschiedliche Spezialisten aufsuchen muss oder ein Notfall vorherrscht. Auch für das Gesundheitswesen könnte die Vernetzung Vorteile bringen. Ärzte könnten beispielsweise einfacher und bequemer nach ähnlichen oder erfolgreichen Behandlungsmethoden bei seltenen Fällen recherchieren. Verknüpft man die Daten durch eine intelligente Suche, wie jener von Mindbreeze, mit medizinischer Fachliteratur oder Notfallkits, ergibt sich eine Gesamtsicht auf den gesuchten Begriff oder Fall. Im Idealfall werden die gefundenen Informationen semantisch verknüpft, nach Relevanz sortiert und in einer interaktiven Trefferliste zur Verfügung gestellt. Zur besseren Orientierung werden vorhandene Bilder angezeigt und mittels Suchreiter nach Kategorien sortiert. Es kann direkt mit den Ergebnissen weiterarbeiten, beispielsweise Dokumente öffnen, bearbeiten oder versenden. Einschränkungsvorschläge (z.B. Medikation) ermöglichen, die Suche weiter zu verfeinern. Erfolgt der Zugriff über mobile Endgeräte erstellt Mindbreeze eine Vorschau. Damit können die Informationen gelesen werden, ohne die erforderliche Anwendung installiert zu haben.


Medizinisches Personal hätte damit eine gute Informationsplattform, um das Wissen laufend zu erweitern und sich auch seltene Fälle im Detail ansehen zu können. Der Umgang mit Daten muss natürlich immer unter dem Aspekt des richtigen und sorgsamen Umgangs erfolgen, dafür gibt es zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen, wie ein rechteabhängiger Zugriff oder 2-Faktor-Authentifizierung.