Published: November 12, 2015 - 15:00

Ohne Namen keine Auskunft!

Oberarzt Mayer erinnert sich noch gut an diesen Fall: Diabetiker, Hüftprothese, Revision, Sepsis ... Aber jetzt, vor seinen neuen Assistenzärzten, die die Geschichte nicht kennen, fällt ihm der Name des Patienten nicht mehr ein, geschweige denn eine Aufnahmezahl (AZ). Und ohne Patientennamen oder AZ lassen sich einem KIS keine Daten entlocken.

 

Also, Anruf bei der IT: Wie komme ich zu dem Patienten? Ja, es gibt Anhaltspunkte: HTEP, Diabetes, Revision. Der Tipp des IT-Mitarbeiters, ebendiese Begriffe als Suchbegriffe einzugeben, führt zum Ziel. Auf einer Intranetsite, die genauso aussieht wie die gewohnte Suche im Internet, gibt Oberarzt Mayer diese Worte ein. Nach einer knappen Sekunde findet das System 37 Dokumente, in denen alle diese Begriffe vorkommen. Nach kurzem Durchlesen erkennt er den Patienten wieder. Ein Klick auf „Alle Dokumente zum Fall“ und am Bildschirm sind nur noch fünf Treffer (Aufnahme, OP-Bericht, Arztbrief, Pflegebericht, Anästhesieprotokoll) zu sehen.

 

Statt den Drucker zu bemühen, werden jetzt die Treffer per E-Mail als Link weitergeleitet und die Assistenzärzte mit Zugriffsberechtigung können den Link öffnen und sehen genau diese fünf Treffer wieder am Schirm.

 

In der Diskussion über den Fall am nächsten Morgen taucht dann auch noch die Frage nach der medikamentösen Therapie auf. Erstaunlich unkompliziert wirft das Suchsystem in einem kleinen Kästchen alle Medikamente aus, die in den fünf gefundenen Dokumenten angeführt sind. Eine Assistenzärztin hat sich bereits mit dem System gespielt und zeigt den Kollegen auf einer Zeitleiste, wann welche Medikamente verschrieben wurden.

 

Erstaunlich einfach, das Suchen in Krankengeschichten. Mindbreeze heißt das System.