Published: March 6, 2014 - 08:00

Informationen gehören intelligent genutzt

Große Datenmengen sind im Gesundheitswesen Alltag. Jetzt gilt es, diese intelligent zu nutzen, und daraus echten Mehrwert für Patienten und Ärzte zu generieren.


Heute leiden Krankenhäuser oft unter den informationslogistischen Defiziten. Diese werden durch fehlende Interoperabilität von Systemen, organisatorischen Restriktionen und nicht nahtlos ineinandergreifender Prozessketten bzw. Behandlungsschritte oder Medienbrüchen verursacht. Der Mehraufwand für das Fachpersonal steigt und damit einhergehen Effektivitätsverluste bei den medizinischen und administrativen Prozessen. Gibt es eine Möglichkeit im medizinischen Bereich diese Informationsflut aus unterschiedlichen Quellen übersichtlicher und einfacher handbar zu gestalten und so „Big Data“ in den Griff bekommen?
Der Trend im Bereich der IT-Systeme im Gesundheitswesen sind serviceorientierte Architekturen (SOA), um den meist historisch gewachsenen heterogenen IT-Strukturen Herr zu werden und trotz hoher Fragmentierung der eingesetzten Systeme eine einheitliche Informationslandschaft mit miteinander kommunizierenden Systemen zu erreichen. Aufgrund der vielen heterogenen IT-Strukturen in Krankenhäusern wirkt die Realisierung einer solchen Gesamtintegration sehr komplex. Standards könnten das Problem lösen.


Eine vielversprechende Gruppe internationaler Standards für den Austausch von Daten zwischen Organisationen im Gesundheitswesen, deren Softwareanwendungen und medizinischen Geräten, ist unter HL7 (Health Level 7) zusammengefasst. HL7 umfasst auch die Beschreibung eines XML-basierten Dialekts, beispielsweise dem ISO Standard HL7 CDA Release 2, mit dem Ziel eine „einheitliche“ Kommunikationssprache für den Datenaustausch zu ermöglichen und zu definieren wie die informationsgenerierenden Geräte und Softwarewerkzeuge miteinander kommunizieren. Dieser Standard wird von vielen Produkten bereits unterstützt, aber wie verhält es sich mit medizinischen Geräten? Medizinische Geräte bleiben in dieser serviceorientierten Architekturlandschaft leider noch oftmals unberücksichtigt. Die Anwendung des SOA-Paradigmas auf das Problemfeld der Integration medizinischer Geräte erscheint daher als logischer Schritt. Dies soll eine ganzheitliche Integration aller an den klinischen Prozessen beteiligten Informationsquellen und damit eine medienbruchfreie und durchgängige IT-Unterstützung von Prozessen ermöglichen.


Dieser Anwendungsfall ist auch für andere Branchen typisch und mit professionellen Enterprise Search und Datenintegrationswerkzeuge umfassend adressierbar. Oft unberücksichtigte Informationen medizinischer Geräte können wichtige Datenlieferanten sein, um in Echtzeit eine umfassende Gesamtsicht auf einen Patienten zu ermöglichen. Medizinische Geräte generieren viele strukturierte und teilweise auch unstrukturierte Daten. Enterprise Search Anwendungen beziehen diese Informationsquellen in eine gemeinsame Sicht auf die Informationen mit ein. Das kann einerseits die Sicht des Arztes auf einen Fall sein andererseits könnten diese Informationen verwendet werden, um typische Muster automatisch zu klassifizieren. Ansätze der positiven Rückkopplung von Informationen aus unterschiedlichsten Quellen um höhere Genauigkeit bei Klassifizierungen zu erzielen werden bereits intensiv erforscht. Moderne Enterprise Search Lösungen bieten Nutzen für Hersteller medizinischer Geräte und deren Kunden gleichermaßen. Hersteller profitieren von neuen Einsatzmöglichkeiten und sicheren Interaktionsmöglichkeiten mit anderen Quellen im Krankenhaus. Das Fachpersonal wiederum profitiert von einer passenden Sicht auf die benötigte Information und eine zentrale Stelle zur Recherche, die auch die Informationen von medizinischen Geräten miteinbeziehen.


360 Grad Sicht auf Informationen


Mindbreeze entwickelt Suchlösungen für Unternehmen, die zunehmend auch im Gesundheitswesen eingesetzt werden. Für eine Integration mit minimalem Konfigurationsaufwand bietet das Unternehmen die Komplettlösung Mindbreeze InSpire. Die Box (Appliance) ist eine Kombination aus Hard- und Software mit einer sofort einsatzbereiten Lösung für die Suche nach Informationen. Die Datenquellen werden mittels Konnektoren an die Appliance angebunden, diese liest und analysiert die vorhandenen Informationen dabei macht es keinen Unterschied, ob die Daten dort strukturiert oder unstrukturiert abgelegt sind. Die Anwendung erfasst jede Art von Information, egal ob es sich um Arztbriefe, Patienteninformationen, Laborbefunde, Krankenakten, Notizen, oder E-Mails handelt und erstellt daraus einen Such-Index, der sich automatisch aktualisiert. Damit können die gesuchten Informationen rasch abgerufen werden und sind immer aktuell. Das Fachpersonal erhält so sofort eine konsolidierte Sicht auf den Krankenverlauf, die Medikationen oder eine Vielzahl anderer wichtiger Informationen zu dem bestimmten Fall. Berechtigungen werden bei jeder Abfrage geprüft, so wird sichergestellt, dass nur Personen mit der nötigen Autorisierung Informationen finden bzw. weiterbearbeiten können. Die Rechteprüfung erfolgt immer, auch beim Abruf der Daten über mobile Endgeräte.


Interaktive Trefferliste


Die gefundenen Informationen werden semantisch verknüpft, nach Relevanz sortiert und in einer Übersicht zur Verfügung gestellt. Zur besseren Orientierung zeigt die Lösung auch weiterführende Informationen wie vorhandene Bilder an und klassifiziert diese. Der Anwender kann direkt mit den Informationen weiterarbeiten, beispielsweise Dokumente öffnen, bearbeiten oder für die spätere Verwendung sammeln, ohne in das jeweilige Programm wechseln zu müssen. Filter (z.B. nach Medikation oder ICD-10 Klassifizierungen) ermöglichen, die Suche weiter zu verfeinern. Beim Zugriff über mobile Endgeräte wird eine Vorschau erstellt. Damit können die Informationen gelesen werden, auch wenn die Anwendung nicht auf dem Gerät installiert ist.