Dr. House der großen Daten – Big Data und das Berufsbild des Data Scientists

Informationen und Wissen sind die Rohstoffe in jedem Unternehmen, die, richtig genutzt, einen entscheidenden Wirtschaftsvorsprung bieten können. So sind Kundendaten und deren Benutzerverhalten im wahrsten Sinn des Wortes bares Geld wert.

Die Beratungsfirma McKinsey schätzt den Big Data Produktmarkt auf zusätzliche 600 Milliarden Dollar (siehe: Big data the next frontier for innovation). Auch sonst ist "Big Data" in aller Munde. Aber was ist das genau?


Big Data spezifiziert sich nach zwei Hauptkriterien.

Es gibt strukturierte Daten, die in einer definierten und festgelegten Form gespeichert werden (wie z.B. in Datenbanken und Tabellen), unstrukturierte Daten, das sind Daten die in allen möglichen Formaten und Plattformen zur Verfügung stehen, wie zB E-Mails , Audio und Video Dateien etc., und semi-strukturierte Daten, wie zB HTML und XML.

Weiters wird bei Big Data nach den Informationsquellen unterschieden. Einerseits das Thema ob die Daten intern zur Verfügung stehen oder man diese aus externen Quellen bezieht, andererseits ob diese Daten von Menschen oder Maschinen erzeugt/generiert wurde.


Für Unternehmen bietet die Analyse von Big Data die Möglichkeit zur Erlangung von wesentlichen Wettbewerbsvorteilen, Generierung von Einsparungspotentialen und zur Schaffung von neuen Geschäftsfeldern. Der Umgang mit diesen Komplexen Datentypen verlangt nach neuen Experten am Arbeitsmarkt und neue Berufsgruppen entstehen.


Was muss ein solcher Experte können?

Technik-Know-How ist natürlich Voraussetzung um als Big-Data Verantwortlicher erfolgreich zu sein. Idealerweise vereint man Wissen zu Content und Dokumenten Management, Business Intelligence, Datenbanken, Data Warehousing, Semantik, Projekt Management und Social Media.

Wolfgang Hackenberg vom Steinbeis-Transferzentrum pvm hat das Stellenprofil beim „Best in Big Data“ Kongress in Frankfurt so beschrieben:

"Er braucht mathematisches Verständnis, Business-Skills, er muss Daten visualisieren können, fähig sein, mit diversen Technologien umzugehen- Er braucht Neugierde, Ungeduld, aber auch Faulheit und muss eine gewisse Hybris sein - mit Gier, Überheblichkeit und Stolz auf die eigene Leistung ausgestattet."

Das setzt zumeist ein Studium aus dem Bereich Informatik, Wirtschaftsinformatik oder Mathematik voraus.

Doch kommt diese Berufsbeschreibung nicht dem sprichwörtlichen eierlegenden Wollmilchschwein gleich?

Die Experten, die all diese Fähigkeiten in einem bieten sind rar gesät. Deshalb hat sich eine Reihe an Berufen zum Thema Big Data etabliert. 
 

Allen Voran repräsentiert der DATA SCIENTIST den Beruf der Zukunft im Bereich Big Data. Er sollte über hervorragende Kenntnisse über Statistik und Mathematik verfügen. Dazu benötigt er auch detailliertes Wissen über die Unternehmensziele, Mitbewerber und über die Branche in der das Unternehmen tätig ist.

Weiters verfügt der Data Scientist über Kenntnisse im Bereich Datenbanken, Netzwerktechnik und Programmierung. Der Data Scientist vertritt das Unternehmen oder die Abteilung nach außen und benötigt somit auch das Einfühlungsvermögen und das Verhandlungsgeschick für die Kommunikation. Viele Grundlegende und Unternehmensverantwortliche Entscheidungen fallen in diesen Aufgabenbereich.

Laut einer Studie von ECM Austria ist es doppelt so wahrscheinlich, dass ein Data Scientist Daten mit komplizierten Algorithmen auswertet und aufgrund dessen Geschäftsentscheidungen trifft (News von EMC: Nur ein Drittel der Unternehmen kann Daten effizient nutzen).

Der Bedarf nach diesen Experten wächst rasant.
Aber wo sind sie?
Laut einer Studie von MGI und McKinsey (Mc Kinsey: Big Data) fehlen alleine in den USA zwischen 140 000 und 190 000 Personen auf analytischer Ebene die die Fähigkeiten haben die Ergebnisse zu verstehen und unternehmenswichtiger Entscheidungen zu treffen und der Bedarf steigt.

So könnte ihr Data Scientist übrigens aussehen:


Quelle: http://www.cmswire.com

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