Big Data: Wo geht die Reise hin?

Big Data befindet sich zurzeit auf der Überholspur. Die rasanten Entwicklungen werden auch 2015 nicht stehenbleiben, was die folgenden Trends für das kommende Jahr zeigen:


Big Data als Goldbarrenpresse


Unternehmen verlieren viel Potenzial durch die Isolierung der einzelnen Bereiche. Es fehlen der Informationsfluss und die Kommunikation innerhalb des Unternehmens. Darum geht viel Wissen verloren bzw. bleibt ungenützt. Diese Situation ist mit Goldstaub vergleichbar, der im Boden schlummert. Wer es schafft, ihn zu heben, um daraus Barren zu pressen, hat die Nase vorne und schafft es, Wissen zu vernetzen und auszunutzen.


Zusammenhänge verstehen


Die meisten sehen in Big Data einen chaotischen Datensalat ohne Struktur und ohne Nutzen. Jedoch stecken in Big Data Unmengen an Potenzial, wie die Fähigkeit, Korrelationen und Muster zu erkennen. Big Data-Analysen können den Verlauf von Grippeepidemien bis ins kleinste Detail voraussagen oder auf Basis eigentümlicher Verhaltensmuster warnen, wenn ein Kunde mit dem Gedanken spielt, zu kündigen.
Solche cleveren Assistenzsysteme werden in Zukunft vermehrt eingesetzt werden und helfen, intelligentere Entscheidungen zu treffen und sich somit im Geschäftsleben einen Vorsprung gegenüber dem Mitbewerber zu verschaffen.


Maßgeschneiderte Informationsverarbeitung


Jeder Mensch arbeitet am effektivsten, wenn die Benutzeroberfläche und die Struktur der Inhalte auf seine Bedürfnisse angepasst sind. Big Data-Lösungen analysieren automatisch das Benutzerverhalten und passen das System individuell dem Nutzer an.


Das Ergebnis dieses Prozesses ist, dass beispielsweise in einem Unternehmen zwar alle Mitarbeiter auf denselben Wissensschatz zugreifen, dies aber auf höchst unterschiedliche Weise tun können, was die Produktivität des Unternehmens deutlich erhöht. Und auch die Freude am Arbeitsplatz.


Selbstlernende Systeme


Big Data-Systeme sind intelligent und selbstlernend. So können sie etwa einem Versicherungsunternehmen helfen, mit der Flut an Korrespondenz möglichst ökonomisch umzugehen, indem alle relevanten Informationen der Eingangspost extrahiert werden. Auf Basis dieser Informationen lassen sich Schadensmeldungen automatisch klassifizieren, womit die Bearbeitung deutlich beschleunigt wird.


Datenflut im Griff


Durch die riesige Menge an Daten, ist es fast schon unmöglich, die Datenflut in den Griff zu bekommen. Doch dies ist eine Hauptaufgabe von Big Data. Dies bedeutet, dass die eintreffenden Datenströme permanent analysiert und nach Kriterien gefiltert werden. Am Ende dieses Prozesses stehen Informationen, die im Idealfall aus einem „Daten-See" konkrete Antworten formen.


Data Scientist & Big Questions


Big Data-Systeme sollten von Spezialisten, die die Unternehmensabläufe und das Kerngeschäft kennen, geplant und eingeführt werden. Diese Experten nennen sich heute oft Data Scientists und sind eine noch exotisch anmutende Mischung aus Mathematiker, Statistiker und Informatiker. Mit diesen Voraussetzungen lässt sich so gut wie jeder Big Data-Motor starten - und zwar mit den richtigen Fragen, ganz nach dem Motto „Big Data needs Big Questions".